Die Akteure des Benefizabends (von links): Andreas Jungbauer (Moderator), Dr. Roland Flade (Historiker), Rudolf Nelkenstock (Zeitzeuge), Judith Roth-Jörg (Bürgermeisterin), Gabriele Nelkenstock (Stiftungsrats-Vorsitzende), Prof. Dr. Alexander Meining (Romanautor) und Christoph Unckell (Hausherr des Hotels Rebstock). © Jasmin Mühlich
Eine Lesung aus dem Roman „Der alte Mann vom Main“ mit anschließender Gesprächsrunde beleuchtete die Situation der Menschen während und nach der Bombardierung Würzburgs am 16. März 1945. Wie das Autorenhonorar des Werks kommen die Spendeneinnahmen des Abends der Stiftung „Forschung hilft“ zugute, die die Krebsforschung am Uniklinikum Würzburg fördert.
Würzburg. Der in diesem Frühjahr erschienene Roman „Der alte Mann vom Main“ von Alexander Meining verbindet eine fiktive Geschichte mit den historischen Ereignissen während und nach der Bombardierung Würzburgs am 16. März 1945. Wie schon bei seinen bisherigen lokalen Krimibänden spendet der Verfasser das verkaufsabhängige Autorenhonorar an die Stiftung „Forschung hilft“. Diese fördert besonders aussichtsreiche Krebsforschungsprojekte des Uniklinikums Würzburg (UKW). Der Freizeit-Schriftsteller Meining ist auch in seinem beruflichen Leben eng mit dem Thema Krebs verbunden: Als Professor fungiert er als stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik II des UKW und leitet dort den Schwerpunkt Gastroenterologie.
Passend zum Erinnern an die nun 80 Jahre zurückliegende Zerstörung der Domstadt organisierte die Stiftung Ende März dieses Jahres eine Benefizveranstaltung mit Autorenlesung und ergänzender Gesprächsrunde. Rund 150 Gäste folgten der Einladung in den Hof Engelgarten des Best Western Premier Hotels Rebstock in der Würzburger Neubaustraße.
Nach einem Grußwort von Bürgermeisterin Judith Roth-Jörg unterstrich die Stiftungsrats-Vorsitzende Gabriele Nelkenstock in ihrer Ansprache die Bedeutung der menschlichen Fähigkeit, auch in schwierigsten Situationen die Hoffnung nicht aufzugeben und gegen das Schicksal anzuarbeiten. Eine Fähigkeit, die nach ihren Worten sowohl bei den Überlebenden 1945 zu erkennen war, als auch den Umgang mit Krebserkrankungen und die onkologische Forschung prägt.
An die Lesung ausgewählter Passagen von Prof. Meining aus seinem Werk schlossen sich zwei von Main-Post-Redakteur Andreas Jungbauer moderierte Gesprächsblöcke an. Dabei berichtete Rudolf Nelkenstock, der Vater der Stiftungsrats-Vorsitzenden, eindrucksvoll und detailreich, wie er als Achtjähriger den Bombenangriff in einem Schutzkeller überlebte und wie es für ihn und seine Familie in den darauf folgenden Tagen und Wochen weiterging.
Nach dieser sehr persönlichen Schilderung lieferte der Historiker Dr. Roland Flade aus einer analytischen Warte heraus weitere Aspekte und Hintergründe rund um die Bombennacht. Dabei wies der Experte und Sachbuchautor unter anderem darauf hin, dass „Der alte Mann vom Main“ das erste Buch ist, das sich in Romanform dieser für das heutige Würzburg so prägenden Zeit widmet. Explizit lobte er die historisch korrekte und präzise Darstellung des auf die Bombardierung folgenden Häuserkampfs bei der Eroberung der Stadt durch die US-amerikanische Armee.
Beim abschließenden Get-together mit gesponserten Speisen und Getränken in den vom Hotel Rebstock ebenfalls unentgeltlich zur Verfügung gestellten Räumen bestand die vielgenutzte Möglichkeit zu Buchsignaturen und Einzelgesprächen mit den Akteuren. Über freiwillige Spenden der kostenlosen Veranstaltung kam ein Reinerlös von über 1.600 Euro für die Stiftung „Forschung hilft“ zusammen.
Das Taschenbuch „Der alte Mann vom Main“ ist beim Gmeiner Verlag erschienen und kostet 13 Euro.
Wer die Stiftung „Forschung hilft“ weiter voranbringen will, kann außerdem auf folgendes Konto spenden:
Stiftergemeinschaft der Sparkasse Mainfranken Würzburg
IBAN: DE19 7905 0000 0000 0655 65
BIC: BYLADEM1SWU
Text: Pressestelle / UKW
Die gesamte Pressemitteilung des Universitätsklinikums Würzburg vom 01.04.2025 finden Sie hier: ukw.de/aktuelle-meldungen